Haben Solarien einen gesundheitlichen Nutzen?

Befürworter der künstlichen Sonne, in erster Linie die Hersteller von Solarien, argumentieren mit dem gesundheitlichen Nutzen ihrer Anlagen. Als positive Effekte stellen sie heraus, dass besonders im Winter die UV-B-Strahlung der Solarien die Bildung des so wichtigen Vitamins D fördere. Das ist richtig und auch wichtig, denn Vitamin D sorgt dafür, dass das Kalzium in den Knochen eingelagert wird – der Schutz vor Osteoporose. Außerdem werden Solarien positive Wirkungen auf die Psyche, auf das Sexualleben und eine heilende Wirkung auf Hautprobleme zugeschrieben.

Sonnenlicht gegen Winterdepression:

Viele Menschen leiden zwischen Oktober und März unter einer sogenannten Winterdepression. Sie fühlen sich müde und schlapp, haben Heißhunger und nehmen entsprechend zu und sind oft tieftraurig. In den skandinavischen Ländern steigt während dieser Zeit die Selbstmordrate deutlich an. Sonnenlicht steuert verschiedene Vorgänge im Körper, es dient unter anderem als Zeitschaltuhr. Das Licht gelangt über das Auge und elektrische Impulse auf die Haut zum Gehirn. Hier wird die „Hell-Dunkel“-Information genutzt, um bestimmte chemische Botenstoffe auszuschütten. Dazu gehören unter anderem Melatonin, das den Schlaf fördert, und die „Gute-Laune-Macher“ Serotonin und Noradrenalin. Da scheint es sinnvoll zu sein, sich die Sonne aus dem Solarium zu holen.